Skurrilitäten des Binnenpluralismus
Stell Dir vor es ist IFA und die ganze SpiegelOnline-Netzwelt-Redaktion geht hin. Ok, vielleicht jetzt nicht so besonders. Was dann aber genau passieren kann, lässt sich anhand zweier Geschichten gerade erleben. Vor zwei Tagen hat (wie berichtet) Matthias Kremp mit eher konservatien Thesen über die Zukunft des Fernsehens schwadroniert (hier) und nun hat Holger Dambeck eine plötzliche Einsicht: „Bitter Wahrheit: Das Fernsehen ist tot.“ lautet die Überschrift seines Artikels - der Tenor wird im übrigen der Überschrift gerecht, auch wenn folgendes Zitat wiedermal nur die üblichen Verdächtigen benennt:
„MTV war gestern, die neuen Lieblinge der Jugend heißen MySpace und YouTube.“
Aber ist das nun diskursiver Binnenpluralismus bei SpiegelOnline oder ein alberner Kampf zwischen Technikpessimismus und Kultureuphorie oder ist einfach die Messe nur so groß, dass sich die Redakteuer von SpOn nicht wiederfinden ?